Heute gehts rund! Bike und Klamotten ins Auto packen und ab dafür. Beim Marcel das gleiche Spiel mit Einpacken und von Family verabschieden. Um 9:45 Uhr sind wir dann in Richtung Autobahn gestartet und vorher noch beim Bikeshop "Lambeck" vorbei. Schmiermittel, Handschuhe, Bremsbeläge und Powerbars kaufen. Dann aber rauf auf die Autobahn und die Langsamen durch’s offene Fenster anbrüllen: "Links vorbei!" Wir flogen bei geöffneten Vorder- und Hinterfenstern und offenem Dach mit 140-160km/h durch brüllende Hitze in Richtung Grassau.
wei Pausen, kein Stau und wir kamen um 17:20 Uhr an. Genau pünktlich zum Einchecken im Gasthof "Zur Post". Um 18 Uhr war das Treffen mit den anderen Bikern angesagt. Auf dem Parkplatz machten wir einen Biker aus der gerade einen Schlauch flickte und sich später als Chris, unseren Guide, herausstellen sollte.
Nach einer Inspektion unseres Zimmers gings auch schon nach einem kurzen Bikeckeck in Richtung Treffen. Mal sehen mit was für Leuten wir unterwegs sein werden. Draußen auf der Terrasse kamen alle an einem großen Tisch zusammen und ruckzuck wurde bestellt. Beim Essen lernten wir die anderen etwas kennen, bunt gemischter Haufen in einem Alter von 24 bis Ende 40. Achim Zahn und unser Guide Chris Deger (in Ausbildung) erzählten uns ein paar Klamotten über das was auf uns zu käme und es wurde über alles mögliche geplaudert. Natürlich auch über die Ausrüstung und ich bekam die Info das man mein Befüll-Kit für Magura zu 99,9% nicht brauchen würde. Also da lassen und Gewicht sparen. Mein Rucksack wog irgendwie immer noch zu viel.
So gegen 22 Uhr rum brachen Marcel und ich unsere Zelte ab und gingen rauf aufs Zimmer zum Rucksackcheck. Was lassen wir vielleicht doch noch hier? Meine zweite Bikehose auf jeden Fall. Von meinem Bremsenbefüllkit trennte ich mich nach erneut längerem Überlegen dann doch noch. – Hätte ich mich nur nicht bequatschen lassen und auf meine immer noch räuspernde innere Stimme gehört. Aber dazu später mehr.
Wir zwei lagen im Bett, kurzer Smalltalk und ein "Gute Nacht!". 3,5 Sekunden später leuteten die Glocken 23 Uhr an. BOMBOMBOM! Riesengelächter, Situationskomik eben. Lustig wars. Aber einschlafen jetzt, werden harte Tage! An Schlafen war aber nicht zu denken, da diese verfluchten Glocken alle 15 Minuten losgingen. Die volle Uhrzeit wurde mit der entsprechenden Anzahl an Glockenschlägen angezeigt, jede viertel Stunde mit einmal Hämmern und jede halbe Stunde mit irgendwas undefinierbarem Geläute. Dazu noch der Straßenverkehr und es war an Einschlafen einfach nicht zu denken. Die Fenster zu schließen konnte man auch vergessen, da man dann vor Hitze eingegangen wäre So um viertel nach zwei meinte Marcel dann: "Ich geh schrauben..." Das hätten wir dann auch am liebsten gemacht. Aber etwas Schlaf sollten wir uns schon genehmigen. Also bin ich dann wohl so kurz nach drei Uhr morgens endlich eingeschlafen.
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