Obwohl wir erst früh im Bett waren ging es früh wieder raus. Halb acht um genau zu sein. Schön Duschen, schön mit dem Aufzug runterfahren und schön zum Frühstücksbuffet laufen das ab acht Uhr auf uns wartete. Joghurt, Brot, Müsli, Kaffee, O-Saft, Obst, alles was lecker war, war hier auch vertreten. Und weil wir heute nicht unter Zeitdruck standen, konnten wir das Frühstück richtig genießen. Um halb elfsollte unser Bus kommen um uns nach Grassau zurückzubringen. Also noch genug Zeit um leicht müde Riva unsicher zu machen. Marcel, Günter und ich zogen los, mal hierhin mal dahin, mal zusammen, mal allein um möglichst viel von Riva mitzubekommen. Schade das wir heute schon wieder fahren, denn hier gab’s so einiges zu sehen. Wir wären gerne in die nähere Umgebung von Riva gefahren. Mecki’s Bikeshop z.B. oder rauf zu der kleinen Kirche am Berghang über dem Gardasee. Um den Singletrail-Downhill von da aus mitzunehmen. Dann noch hierhin und dahin, aber es war leider keine Zeit. Und halb zwölf rückte immer näher. Also nahm ich mir zur Erinnerung vom Ufer des Gardasees ein paar schöne Steine mit. Meine eigene Tradition. Aus Schottland hatte ich mir auch ein paar mitgebracht und mittlerweile habe ich im Wohnzimmer meine Steineecke. In einem Gemüseladen direkt vor unserem Hotel kaufte ich Nudeln, bunt zusammengewürfelte Sorten in einem Riesenbeutel. Pasta italiano originale für zu Hause.
Um halb elf waren wir alle wieder am Hotel und brachten unser Gepäck und unsere Bikes raus. Nur der Bus kam nicht. Achims Freundin Michaela stand im Stau und war erst um halb zwölf da. Bikes und Rucksäcke verladen dauerte eine Weile und um kurz nach zwölf starteten wir mit zehn Leuten in einem VW T4 Transporter in Richtung Brenner. Neun konnten sitzen, Michaela lag im Kofferraum. Chris fuhr nicht mit, er nahm den Zug.
Vor uns lagen 4 Stunden Fahrt, auf der wir uns nicht wach halten, aber auch nicht schlafen konnten. Es war ziemlich stickig, man wollte was von der Gegend sehen durch die wir 9 Tage lang gefahren sind und man wollte gleichzeitig den fehlenden Schlaf nachholen um für die Heimfahrt von Grassau aus einigermaßen fit zu sein. Man rutschte so von einem Zustand zum nächsten. Mal wach, mal dösend und gegen 16 Uhr waren wir dann in Grassau.
Wir luden alles ab und aus, packten alles in die Autos und dann verabschiedeten wir uns voneinander. Unsere Truppe ist in den letzten Tagen schon einiges zusammengewachsen und man verstand sich mit ein paar von den Jungs wirklich gut. Schon mal Pläne schmieden wann wir uns das nächste Mal zum Biken treffen. Muss ja nicht gleich wieder ein Alpencross sein, ein verlängertes Bikewochenende wäre auch schon toll. Wir tauschten Adressen aus und dann wurde die Gruppe immer kleiner. Wir kauften von Achim noch Serac Joe T-Shirts, um aller Welt in diesem Sommer zu zeigen: I did it! Ich bin vom Chiemsee zum Gardasee über die Alpen gefahren. Gut 600 Kilometer und 17.400 Höhenmeter!
Wir verabschiedeten uns von den restlichen Leuten die noch da waren, ein letztes Shakehands mit Ahiiiiiiim und dann fuhren Marcel und ich in die "Innenstadt" von Grassau. Was zu essen suchen. Wir fanden einen Wagen einer Hähnchenbraterei und aßen ein trockenes halbes Hähnchen mit angebrannten Pommes. Wenn wir das vorher geahnt hätten... Danach ging es in einen Edeka, Proviant für die Rückfahrt kaufen. Schokolade, Kuchen, Obst, Getränke, Nescafé Xpress und ein paar weitere Leckereien.
Um 17 Uhr starteten wir in Richtung Autobahn. Gegen 19 Uhr schoben wir die erste Pause ein. Wir griffen uns unseren kalten Kaffee und machten uns an unserem Powerbar zu schaffen. Ein 500 Gramm Trockenkuchen mit Schokoladenüberzug. Wirklich lecker und erst als die Packung fast leer war merkte ich: Oh, da habe ich jetzt fast den ganzen Kuchen gegessen! Und ruckzuck war ich wirklich satt. Auf einen Schlag.

Echte Powerbars (Siegerfoto 2/3 SeracJoe Alpencross-Saison 2003)
So lange es hell war hatten wir unseren Spaß und wir kamen gut voran. Zu vorgerückter Stunde meldete sich allerdings die Müdigkeit und ich steuerte den nächsten Parkplatz an um Marcel gut 150 Kilometer vor Köln das Steuer zu überlassen. Ich fuhr mit meiner Bikebrille, die durch die Krümmung nicht gerade optimal war zum Autofahren. Irgendwie verschwammen die Rücklichter der vorausfahrenden Autos... Aber selbst schuld, warum lasse ich auch meine normalen Brillen an der Rastner Hütte liegen? Kurz vor Köln waren Marcels Akkus dann auch leer und wir wechselten wieder die Seiten. Die restlichen Kilometer bis Remscheid zogen sich wie Gummi und als wir kurz nach zwölf bei Marcel ankamen waren wir beide froh, endlich zu Hause zu sein. Auspacken, ciao mach's gut, wir telefonieren. Ab ins Auto und die Königstraße runter, die Herderstraße rauf und ich war wieder zu Hause.
Unser Fazit zum Alpencross? Jederzeit und immer wieder! Infos zum Alpencross mit Serac Joe findest Du unter: www.seracjoe.de
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