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Die Kamera 2.0

Full-HD kommt, Handytaschen gehen.

GoPro und Kollegen sind schön und gut. Aber sie kosten Geld und Videos sind meist viel interessanter, wenn man zwischendurch auf andere Blickwinkel zurückgreifen kann. Den 300 Höhenmeter-Downhill mehrfach fahren? Naja. Also zwei GoPros kaufen oder mehr? Auch nicht notwendig. Denn heutige Digitalkameras können schon in der mittleren Preisklasse Full-HD Videos aufzeichnen und sind obendrein auch noch mit einem optischen Bildstabilisator ausgestattet. Also lohnt es sich nach wie vor, einen Blick auf die kompakten Digitalkameras als Alternative zu werfen.

Die erste Version der Digicam-Halterung basierte auf einer Handytasche mit Gürtelclip. Die Dinger sind jedoch immer schwerer aufzutreiben und wenn man dann doch einmal eine findet, muss die Kamera noch lange nicht da rein passen. Also Halterung selbst bauen, die obendrein auch noch einen gewissen Schutz bieten sollte falls die Kamera mal zwischen den Zähnen herausrutschen sollte. Die Zutaten- und Werkzeugliste für die "Maulkamera 2.0" ist sehr übersichtlich:

  • billige Isomatte aus Schaumstoff, max. 1 cm dick
  • starker Zwirn
  • dickere Nähnadel
  • 2 kleine Sicherheitsnadeln
  • normale Schere und eine Nagelschere
  • Lineal
  • Stift
  • Pappe
  • etwa eine Stunde Zeit

Richtig miteinander kombiniert, kommt dies dabei heraus:

Kamerahalterung von vorne Kamerahalterung von hinten

Die Isomatte

Stück der Isomatte richtige Länge des Schaumstoffs

Als erstes schneidest Du ein rechteckiges Stück aus der Isomatte heraus. Breite: Es sollte links und rechts der Kameraseiten mindestens 1 cm überstehen. Länge: Schaumstoffstück stramm um die Kamera legen und für das "Beißteil" überlappend ein paar Zentimeter überstehen lassen. Gekürzt wird später.

Objektivausschnitt

Ausschnitt für Objektiv

In Längsrichtung wird der Ausschnitt für das Objektiv der Kamera genau mittig platziert, damit die beiden Enden beim umlegen genau bündig zusammenlaufen. Wo der Mittelpunkt in der Horizontalen liegt, ist abhängig von Deiner Kamera. Das gilt natürlich auch für die Größe des Ausschnitts.

Schneiderlein

der Nähpunkt Vernähen des Schaumstoffs

Beim Umlegen der Kamera mit dem Schaumstoff, kannst Du den Punkt messen, an dem die Naht zum Verbinden der Schaumstoffenden verlaufen muss. Im Beispiel hier 4,5 cm. Falte jetzt den Schaumstoff bündig zusammen und klemm am gemessenen Abstand die Schaumstoffhälften an beiden Seiten mit den Sicherheitsnadeln zusammen. Zwischen diesen Nadeln legst Du jetzt eine rel. kräftige Naht an. Allerdings nicht über die komplette Länge, lass etwas Abstand vom Rand damit Du später zu sehr überstehenden Schaumstoff noch abschneiden kannst ohne dabei die Naht zu beschädigen. Um zu testen, ob der Schaumstoff nicht zu locker oder zu stramm um die Kamera sitzt, solltest Du zuerst eine einfachere, schnelle Naht ziehen um dann die Kamera testweise einzuschieben. Sie sollte schon recht stramm sitzen, damit es später beim Filmen nicht zu Verwacklungen kommt. Allerdings auch nicht so fest, dass Du sie kaum rein oder raus bekommst. Denn dann überlebt die Naht nicht lange, da der Schaumstoff einreissen wird.

Testeinschub der Kamera

Ausschnitte für Bedienelemente und Display

relevante Bedienelemente Schablone für Ausschnitte

Die Anordnung ist natürlich von Kamera zu Kamera unterschiedlich, aber benötigt werden Ausschnitte für Auslöser, An-Aus-Schalter, Modus-Wahlrad und den Teil des Displays der verrät wie viel Zeit zum Filmen übrig ist und vor allem: ob die Kamera läuft! - Um hier nicht groß mit Lineal rumhantieren und irgendwie ständig neu messen zu müssen, lohnt es sich die relevanten Abstände auf einem Stück Pappe zu markieren. Danach schiebe die Kamera in die Hülle.

Ausschnitt Bedienelemente Ausschnitt Display

Jetzt kannst Du das Stück Pappe am Schaumstoff anlegen und mit der Nagelschere vorsichtig ein kleines Loch durch den Schaumstoff schneiden. Das dabei Vorsicht geboten ist um die Kamera nicht zu verkratzen ist natürlich klar. Sobald das Loch fertig ist, kannst Du es Stück für Stück erweitern um die Bedienelemente freizulegen. Beim Display sieht es ähnlich aus, hier solltest Du aber zum Ansetzen der Schere auch von der Seite schauen und Dich nicht allein auf die Pappe verlassen. Denn die zeigt Dir ja nur die Abstände von oben gesehen.

Beschnitt des Schaumstoffs

Jetzt kannst Du noch links und rechts den Schaumstoff der Halterung kappen wenn zu viel überstehen sollte. Beachte dabei aber - gerade im Bereich der Ausschnitte - dass recht viel Spannung auf dem Schaumstoff lastet und er nicht zu dünn werden sollte. Dann klemm Dir das "Beißteil" zwischen die Zähne, wackel mit dem Kopf rauf und runter und teste ob sie fest sitzt und nicht wackelt. Wenn das "Beißteil" zu lang ist, wird es auf jeden Fall wackeln. Also kürzen.

Schutz des Objektivs

Objektivschutz Objektivschutz 2

Du bist zwar eigentlich schon fertig, kannst Aber noch - als Kür sozusagen - auch noch einen Schutz für das Objektiv basteln. Mess einfach wie weit es hervorsteht und schneide einen langen Streifen Schaumstoff ab, den Du stramm um das Objektiv legst. An der Stelle wo die beiden Enden überlappen, danach zusammen nähen. Dann aufstecken und schauen wie fest es sitzt. Sollte es beim Schütteln der Kamera abfallen, wirst Du hier ein Gummiband zum fixieren zu Hilfe nehmen müssen. Je nachdem wie geschickt Du nähen kannst, ist es auch machbar, den Objektivschutz fest auf dem Gehäuseschutz zu vernähen. Dabei solltest Du aber aufpassen, dass das Objektiv ungehindert aus- und wieder einfahren kann. Wenn Du den Objektivschutz aufgesteckt hast, mach ein paar Testfotos. Wenn der Schutz zu weit vor steht, wirst Du auf den Bildern schwarze Ränder entdecken. In dem Fall, schneide den Objektivschutz, so wie auf dem oberen rechten Bild sichtbar, zurecht.

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