Headerbild Werkstatt
 > Startseite  > Werkstatt  > Packlisten
Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen
auf Facebook teilen



Seite ausdrucken

Werkstatt

Packlisten

Was brauche ich alles beim Biken?

Gute Frage. Denn viele nehmen zu wenig mit, andere zuviel. Anfangen sollte man mit dem Bike, ohne dem funzt nix...

Was sollte der Biker also noch mitnehmen? Hier eine Liste für die Kurztour und die Tagestour. Für Mehrtagestouren kommt keine Liste, da sie meist individuell gestaltet werden muss, je nach Länge und Anforderungen. Als Grundlage kannst Du die Liste unten nehmen und dann entsprechend ausbauen.

Als Selbstverständlichkeit bei allen Biketouren sind Helm und Handschuhe anzusehen!

Packliste für die Kurz-/ Tagestour

Trinkflasche oder -beutel samt Inhalt.

Je nach Dauer der Tour musst Du die Menge anpassen. Als Faustregel gilt bei anstrengenden Touren 1 Liter pro Stunde. Was Du mitnimmst, hängt von Deinen Gewohnheiten ab: z. B. bei langen Touren 2 Sorten von Getränken: Pures Wasser zum "einfach wegsaufen" und Energydrinks. Denn manchmal erfrischt reines Wasser einfach am besten. Nachteil: kaum Extrapower. Aber dafür hat man ja dann die andere Flasche.

Brennstoffzellen

Im Volksmund auch Müsli- oder Powerriegel genannt. Welcher Dir zusagt, muss von Dir ausgetestet werden. Teure Powerriegel kann man sich normalerweise verkneifen. Auf der Trainingstour reichen normale Cornys (ups, Schleichwerbung) vollkommen aus. Nur bei Wettkämpfen solltest Du schon auf hochwertigere Riegel zurückgreifen. Aber auch hier gilt: vorher im Training testen, ob Dir der eine oder andere Riegel auch bekommt und schmeckt. Mitnehmen solltest Du auf jeden Fall welche, denn der Hungerast kommt manchmal schneller als man denkt und schlägt dann erbarmungslos zu.

Was ist mit Traubenzucker? Ideal für akute Tiefs. Der Traubenzucker kann sofort vom Stoffwechsel aufgenommen werden und muss nicht erst in seine Bestandteile gespalten werden. Der große Nachteil: genauso schnell wie die Wirkung einsetzt, ist sie auch wieder weg. Traubenzucker hält leider nicht lange vor. Also ruhig schonmal zwischendurch einen Happen vom Riegel nehmen. Energie-Gels sind die goldene Mitte zwischen Traubenzucker und Energieriegel. Wichtig ist bei den Gels: ungefähr 200ml Flüssigkeit trinken, damit sie gut wirken.

Werkzeug

Im Einzelnen heisst das

  • Reifenflickset oder besser noch ein Ersatzschlauch
  • Multitool um die eine oder andere lockere Schraube wieder festzudrehen
  • Kettenfett (bei langen Touren)
  • Kettennieter und Ersatzstift
  • Tretkurbel-Inbusschlüssel, falls nicht schon im Multitool integriert
  • Luftpumpe

Atmungsaktive Windjacke

Bei herbstlichen Temperaturen eine Selbstverständlichkeit, aber teilweise auch im Sommer sinnvoll. Gerade die lange Abfahrt nach dem anstrengenden Uphill kühlt ziemlich schnell den geschwitzten Biker aus.

Ersatzunterwäsche/ -trikot

Macht dann Sinn, wenn die Tour nicht in einem Rutsch durchgezogen werden soll und längere Pausen geplant sind. Auch ein Stück von einer Isomatte zum Draufsetzen ist je nach Witterung empfehlenswert.

Erste Hilfe Set

Ohne sollte man auch die Kurztour nicht antreten, das Bike kennt beim Abwurf keine Kilometerbegrenzung. Safety First! Genauso wie der Helm und die Handschuhe gehört das erste Hilfe Set mit ins Package.

Das wars eigentlich auch schon. Mehr dürfte für eine Tagestour nicht erforderlich sein.

Wie bring ich die Klamotten unter?

Hier bieten sich verschiedene Möglichkeiten. Das Werkzeug kann man gut in einer kleinen Tasche unter dem Sattel verstauen. Auch Trapeztaschen zwischen Sitzstrebe und Oberrohr leisten je nach Rahmenform gute Dienste. Bei den Packtaschen fürs Bike aber daran denken, das sich jedes Gramm auf das Fahrverhalten auswirkt. Insbesondere beim Springen über Hindernisse. Allerdings sollte sich das Ganze im Grenzen halten, wenn Du nicht Deine komplette Werkstatt mitnimmst.

Rucksack oder Hüfttasche? Eindeutig der Rucksack, wenns etwas mehr sein soll. Sobald es über leichtes Werkzeug und das Erste-Hilfe-Set hinaus geht, wird die Hüfttasche recht schwer. Und das bedeutet Einschneiden in den Bauch, was zu Seitenstechen und anderen Malästen führt. Und durch die Massenträgheit schlockert so einiges permanent nervend rauf und runter.

Der Rucksack ist eigentlich ideal. Er bietet eine gewisse Schutzfunktion bei Stürzen und es passt alles rein. Beim Kauf Tragesystem testen, denn hier trennt sich die Spreu vom Weizen: Helm aufziehen und Packsachen in den Rucksack stecken, dann aufziehen und in "Bikeposition" gehen. So merktst Du schnell ob der Rucksack am Helm anstößt, und wenn Du Dich hüpfend auf und ab bewegst zeigt ein Tragesystem schnell seine Schwächen. Das gilt auch für weites nach-vorn-beugen wie bei einem steilen Downhill. Hier sollte Dir der Rucksack nicht übermäßig in den Nacken rutschen.

Ein Rucksack hat aber auch Nachteile:

  • Man schwitzt mehr am Rücken, was sich aber auch je nach Tragesystem mehr oder weniger bemerkbar macht.
  • Bei steilen Anstiegen ziehts einen nach hinten und lässt das Vorderrad schneller ansteigen.

Alles in allem ist der kleine Rucksack aber optimal. Am besten kaufst Du Dir einen Rucksack mit Trinkblase. Dann hast Du zusätzlich noch den Vorteil, das Du beim Trinken beide Häde am Lenker halten kannst. Was je nach Trail nicht zu unterschätzen ist!

Aber: Schonmal den Wassersack nach dem Wochenende in der Bikewerkstatt vergessen und erst ein paar Tage später wieder dran gedacht? Dann auch noch ein Mixgetränk dringehabt? Dann kanns ganz schön miefen. Das tollste ist ein Mischmasch von halb Wasser und halb Apfelsaft. Das gärt so schnell, dass man zuschauen kann... Nur wie wieder sauber bekommen?

Entweder normal mit Spüli und Wasser probieren oder einfach mal zu Omas Kukident greifen. Hört sich kurios an, hilft aber wirklich. Wer seinen Trinkbeutel längere Zeit nicht benutzt, sollte ihn vor der Lagerung auf jeden Fall trocken legen! Sonst mufft es nachher aus allen Schläuchen. Dabei hilft ein entsprechend zurecht gebogener Drahtkleiderbügel, der den Sack von innen "aufbläht" damit Luft rein kommt.